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Schulgeschichte 1990: Zusammenschluss KBS mit Textima

Geschrieben von Reporter am .

In der ehemaligen DDR bildeten große Firmen in eigenen Betriebsberufsschulen Lehrlinge aus. So geschehen auch in den Nähmaschinenwerken Altenburg, kurz Textima. Nach der Wende 1989 gerieten viele Firmen in eine wirtschaftliche Schieflage, da sie nicht mehr am Markt konkurrenzfähig waren oder traditionelle Absatzmärkte wegbrachen( „Ostblock"), um nur zwei Gründe zu nennen.

Aufgrund dieser Sachlage wurde auch die Betriebsberufsschule der Textima an die damalige Kommunale Berufsschule angegliedert

Hierzu ein paar Ausführungen von Frau Uhlemann, Lehrerin und Stundenplanerin der ehemaligen Textima.

„Nach den Sommerferien 1990 kam ich in die Betriebsberufsschule der Textima Altenburg, um den Stundenplan für das neue Schuljahr zu optimieren. Zu diesem Zeitpunkt erfuhr ich( zwei Wochen später meine Kollegen), dass das neue Schuljahr nicht mehr in der Textima stattfinden wird. Grund hierfür war die Schließung der Betriebsberufsschule. So erfolgte in der Vorbereitungswoche der Umzug in die Kommunale Berufsschule nach Altenburg Nord. Alle Kollegen und Lehrlinge mussten mit anpacken, um zum ersten Schultag unterrichtsbereit zu sein.

In der KBS in Altenburg-Nord wurden in der dritten Etage Räume zur Verfügung gestellt, welche bis dahin als Abstellkammern dienten. So sahen sie auch aus!

In diesem ersten, neuen Schuljahr in Nord, waren wir Schule in der Schule. Wir kamen mit unseren Kollegen, Schülern und dem fertigen Stundenplan. Dieser Plan musste nun in den Gesamtstundenplan der Berufsschule integriert werden.
Es gab hierfür zwei Verantwortliche: Herrn Werk für Belange des traditionellen Schulteiles Nord; Frau Uhlemann für die Textima –Klassen. Den Stundenplanbau führte ich noch bis 2011 durch.

Das ehemalige Textima- Team bestand aus acht Kollegen. Kurze Zeit später wechselten zwei davon in die Altenburger Lokalpolitik, zwei an andere Schulformen, ein Kollege wurde entlassen, einer orientierte sich in der Wirtschaft neu.

Leider verstarb der Kollege Dieter Müller mit nur 49 Jahren.

Ich (Anmerkung des Autors: B. Uhlemann) werde mich 2014 nach 38 bewegten Jahren in den Vorruhestand begeben. Damit wird dann kein Lehrer der ehemaligen Textima mehr an der Pierer-Schule tätig sein.

1990 brachten wir folgende Ausbildungsformen mit:

    • Zerspanungsmechaniker
    • Maschinen- und Anlagenmechaniker
    • Werkzeugmacher
    • Industriemechaniker
    • Maschinen- und Anlagenmechaniker mit Abitur
    • Dreher

In diesen Ausbildungsformen wurde pro Jahr eine Klasse gebildet. Nach und nach „verschwanden" diese Berufe, sodass heute nur noch Zerspanungsmechaniker ausgebildet werden."

Zuarbeit: A. Klapper; im Interview: Frau Beate Uhlemann

 

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Arbeiten in der Holzwerkstatt

Geschrieben von Herr Lorenz, Petra Bach am .

In der zweijährigen Berufsfachschule sollen die Schüler auf dem Weg zum Realschulabschluss nicht nur graue Theorie bewältigen. Handwerkliches Geschick in Verbindung mit der Nutzung technischer Geräte gehört ebenso zur Ausbildung an unserer Schule.

Dafür stehen den Schülern in der Holzwerkstatt neben Bohrmaschinen auch Band - und Kreissägen, Hobel - und Fräßmaschinen sowie Bandschleifer zur Verfügung. Die handwerklichen Fertigkeiten werden beim Umgang mit Messwerkzeugen, Gestell - und Japansägen, Handhobeln und Stemmwerkzeugen trainiert. So erarbeiten die Schüler u.a. Dübelverbindungen und Überplattungen und stellen kleine Werkstücke wie Schneidebretter und Klapphocker her.

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